Richtig ernähren
Die Ernährung hat viel Einfluss auf unser Wohlbefinden - deshalb sollten Sie bei Regelbeschwerden besonders darauf achten, was Sie zu sich nehmen. Vielen Frauen hilft zum Beispiel der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und Cola. Andere wiederum schwören auf einen starken Kaffee zur akuten Schmerzbekämpfung. Einige Frauen berichten auch, dass das Weglassen von Milchprodukten gegen die Beschwerden hilft. Probieren Sie es aus! Mediziner raten bei regelmäßigen Unterleibsbeschwerden zu einer magnesium- und kalziumreichen Kost: Nüsse, Weizenkeime, getrocknete Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, weiße Bohnen, Spinat, Hartkäse und Vollmilch sollten häufig auf dem Speiseplan stehen. Auch eine gute Versorgung mit Vitamin B6 (z.B. in Makrelen, Lachs, Bananen und Vollkornbrot) kann helfen, weil das Nervensystem dadurch stabilisiert wird. Da viele Frauen während ihrer Tage unter Blähungen leiden, ist zusätzlich eine ballaststoffreiche Ernährung empfehlenswert.
Wärmen
Wärme wirkt krampflösend und ist deshalb eines der besten Erste-Hilfe-Mittel gegen periodenbedingte Bauchschmerzen. Egal, ob Wärmflasche oder Kirschkernkissen: auf den Bauch oder ins Kreuz damit- und anschließend am besten eine Stunde ins Bett oder aufs Sofa legen. Das Liegen entspannt die verkrampfte Muskulatur zusätzlich. Auch warme Bäder oder Saunagänge durchbluten und lindern den akuten Schmerz.
Dauerhaft entspannen
Regelschmerzen treten häufiger auf, wenn die betroffene Frau gerade unter Strom steht und psychisch nicht ausgeglichen ist. Deshalb raten Ärzte bei wiederkehrenden Beschwerden zu Anti-Stress-Programmen. Viele Krankenkassen und Volkshochschulen bieten dazu Kurse an. Auch Autogenes Training und Progressive Muskelentspannungen sind Techniken, die man zur Stressbewältigung erlernen kann. Ebenfalls gut: Nehmen Sie sich in Ihrer Freizeit genug Zeit für sich, horchen Sie in sich hinein und machen Sie Dinge, die Sie entspannen und Ihnen Freude machen - das kann auch ein fauler Nachmittag auf dem Sofa sein!
Massieren lassen
Da oft auch der Rücken durch die Unterleibsbeschwerden beeinträchtigt ist oder es sowieso im ganzen Körper schmerzt, kann eine klassische Massage Wunder wirken. Sie fördert die Durchblutung, entspannt Körper und Seele und macht ein Rundum-Wohl-Gefühl. Eine Lymphdrainage entstaut dicke Beine und Füße: Viele Frauen leiden in der zweiten Zyklushälfte unter Wassereinlagerungen.
Auf Nikotin und Alkohol verzichten
Rauchen verringert die Durchblutung des Gewebes noch weiter und verstärkt so die Krämpfe. Raucherinnen leiden deshalb öfter unter starken Regelschmerzen als Nichtraucherinnen. Auch von regelmäßigem Alkohol-Konsum wird abgeraten - und wenn Schmerzmittel eingenommen werden, sind Bier, Wein & Co. sowieso Tabu!
Sport treiben
Regelmäßige Bewegung - auch während der Periode - ist ein wirksames Mittel gegen Unterleibs-schmerzen. Auslöser der Beschwerden sind nämlich meist körpereigene Botenstoffe (Prostaglandine), die dafür sorgen, dass sich die Gebärmutter-Muskulatur zusammenzieht, damit der Körper die aufgebaute Schleimhaut abstoßen kann. Durch die Muskelkontraktionen kommt es zu einer schlechteren Durchblutung der Gebärmutter - und unter Umständen zu einem gemeinen Schmerz. Sport kurbelt die Durchblutung des Beckens an und löst so Verkrampfungen. Besonders gut eignen sich sanfte Sportarten wie Radfahren oder Nordic Walking. Auch gezielte Gymnastik für den unteren Rückenbereich oderYoga sind absolut sinnvoll.
Pille nehmen
Ein hormonhaltiges Verhütungsmittel wie Pille oder Vaginalring kann dabei helfen, die Hormone im Körper zu regulieren, und sorgt für eine regelmäßige Blutung - oft ganz ohne Beschwerden. Manchmal klagen aber auch Frauen, die die Pille nehmen, über (zum Teil sogar schlimmer auftretende) Regelschmerzen. In solchen Fällen sollte ein anderes Präparat ausprobiert werden: Kontrazeptiva mit dem Hormon Chlormadinonacetat (CMA) sollen die Bildung der Prostaglandine zum Beispiel besonders gut verhindern. Fragen Sie Ihren Gynäkologen um Rat!
Laura ♥
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